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Taiji / Taijiquan

太極 / 太極拳

Ich trainiere und unterrichte den originalen und ursprünglichen Chen-Stil nach Großmeister Chen Xiaowang.

Der Chen-Stil ist der Ursprung aller Taijiquan-Stile. Die Chen Familie hat im 17. Jahrhundert Taijiquan entwickelt. Über viele Generation wird es bis zum heutigen Tage innerhalb der Chen-Familie und an Interessierte weitergegeben. Von der Chen-Familie haben im Laufe der Generationen viele Menschen Taijiquan gelernt und ihre eigenen Stile entwickelt.

 

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Im Gegensatz zu neueren Stilen ist im Chen-Stil über die Jahrhunderte das komplette Übungsgut erhalten geblieben. Dies ermöglicht es jedem, von allen Aspekten, die Taijiquan bietet, zu profitieren. Durch ein intensives Training besteht die Möglichkeit, sich in den Aspekten Kampfkunst, Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Philosophie weiterzuentwickeln. Je nach Interesse können einzelne Aspekte im Training intensiver betrachtet werden.

Die Trainingsschwerpunkte in der Sportschule Ginkgo liegen auf der Gesundheit und Kampfkunst.

Gesundheit

Sie lernen Ihren Körper und Geist als eine Einheit wahrzunehmen und bewusst zu bewegen. Diese Einheit so zu steuern, dass Sie ihre Gesundheit steigern und Ihr Wohlbefinden erhöhen.

Kampfkunst

Sie lernen Techniken, mit denen Sie sich im Notfall verteidigen können. Diese Techniken werden durch ein intensives Training sehr effizient, weil Sie Ihre größtmögliche Kraft und Energie einsetzen können.

Die anderen Aspekte werden beim Training mit zusammen betrachtet, nur nicht vertieft. Wer dies möchte, kann seine Kenntnisse aus dem Training bei mir in unserem Verband jederzeit vertiefen. Ich bin Mitglied in der WCTAG.

Finde Deine innere Ruhe und Gelassenheit

Taiji > Stehende Säule & Seidenübungen

Die Basisübungen sind Stehende Säule und Seidenübungen.

Es sind Übungen, deren Bewegungen schnell erlernt werden. Die Bewegungen sind einfach gehalten, damit den inneren Prozessen die Aufmerksamkeit geschenkt werden kann. Hier sind sämtliche Prinzipien des Taijiquan enthalten. Sie bilden die Grundlage für alle weiteren Übungen im Taijiquan. Diese Haltungs- und Bewegungsprinzipien sind der Schlüssel für jede Taijiquan-Bewegung.

Stehende Säule

Im Chinesischen wird sie als Zhanzhuang bezeichnet und ist eine Standübung. Wie die Beschreibung sagt, ist es eine Übung im Stehen und wird oft als Standmeditation betitelt. In dieser Übung lernen Sie alle Haltungsprinzipien des Taijiquan. Sie richten Ihren Körper so aus und auf, dass er in seiner natürlichen Haltung aufrecht steht. Ihre Aufmerksamkeit richten Sie dabei nach innen und konzentrieren Ihren Geist auf Ihr Tun im jeweiligen Moment.

Seidenübungen

Im chinesischen werden sie als Cansigong bezeichnet. Die Bezeichnung geht zurück auf die Technik, des Abwickelns eines Seidenfadens aus einem Kokon. Hierfür ist eine sanfte und gleichmäßige Bewegung erforderlich, andernfalls verklebt oder reißt der Faden. Die Seidenübungen im Chenstil sollen genau mit dieser sanften und gleichmäßigen Bewegung und mit voller Aufmerksamkeit ausgeführt werden. Sie lernen alle Bewegungsprinzipien des Taijiquan und richten Ihre Aufmerksamkeit auf die korrekte Ausführung während der Übungen.

Es gibt im Chenstil 10 verschiedene Seidenübungen:

Erster Satz Seidenübungen
  1. Frontale Seidenübung mit rechts und links
  2. Frontale Seidenübung mit Schritt, rechts und links
  3. Zweihändige Seidenübung mit rechts und links
  4. Zweihändige Seidenübung mit Vorwärtsschritt, rechts und links
  5. Rückwärtsschritte, rechts und links
Zweiter Satz Seidenübungen
  1. Seidenübung der bohrenden Hand mit rechts und links
  2. Seitliche Seidenübung mit rechts und links
  3. Einhändige kleine Seidenübung mit rechts und links
  4. Zweihändige kleine Seidenübung
  5. Seidenübung der Beine mit rechts und links

Taiji > Handformen

Die bekanntesten Übungen sind die sogenannten Formen.

Im Chinesischen werden sie als Taolu bezeichnet. Sie bestehen aus fest vorgeschriebenen Bewegungsabläufen. Die Bewegungen werden sanft, fast in Zeitlupe, entspannt und ruhig ausgeführt. Hierbei wird die Aufmerksamkeit genauso geschult, wie die Koordination und das Gleichgewicht. Nach einiger Zeit des Trainings stellt sich ein sanfter Bewegungsfluss ein und der Körper wird geschmeidiger. So kommt auch der Geist zur Ruhe und die Konzentration verbessert sich.

Im Chen-Stil gibt es verschieden lange Formen. Die meisten Formen werden langsam und sanft ausgeführt. Es gibt auch einige Formen, die schnelle und dynamische Bewegungen beinhalten. Die wichtigste Form ist die 1. Form des alten Rahmens, die 75er, im Chinesischen bezeichnet als Laojia Yilu. Sie besteht aus 75 Bildern und wird größtenteils langsam und sanft ausgeführt. In allen einzelnen Bewegungen stecken Techniken, die im Kampf zur Verteidigung dienen können.

Des Weiteren trainieren wir folgende Formen:

Laojia Erlu 2. Form alter Rahmen, die Kanonenfaust bzw. Kanonenhammer genannt wird
Xinjia Yilu 1. Form neuer Rahmen, die auf der 75er Form basiert und viel spiraliger ist
Xinjia Erlu 2. Form neuer Rahmen, die auf der Laojia Erlu basiert und viel spiraliger ist
38er Form ist eine Mischung aus altem und neuem Rahmen mit 38 Bildern
19er Form eine Kurzform mit 19 Bildern
9er Form die jüngste aller Formen, die schnell erlernt werden kann mit 9 Bildern

Taiji > Kampfkunst

Taijiquan ist eine über die Jahrhunderte gereifte Kampf- und Lebenskunst. Heutzutage ist es eine gute Methode, um seine Gesundheit und sein Potenzial zu steigern. Durch ein tiefgründiges Training entstehen innere Ruhe und ein starkes Selbstbewusstsein.

Das Training von Taijiquan als Kampfkunst ist sanft und mit wenig Krafteinsatz. Dadurch wird ein Verletzungsrisiko vermieden. Es geht darum, die Bewegungen eines Angreifers zu verstehen, und seine Schwächen auszunutzen. Deshalb spielt es keine Rolle, ob jemand groß oder klein, alt oder jung, muskulös ist oder nicht. Im Taijiquan ist es wichtig, wie jemand eine Technik ausführt, sodass sie ihre größtmögliche Wirkung entfaltet.

Sie erhöhen Ihre Möglichkeit sich wirkungsvoll zu verteidigen, weil Sie lernen,

  • Ihre größtmögliche Kraft und Energie gezielt einzusetzen.
  • die Aktionen eines Angreifers frühzeitig wahrzunehmen und seine Absichten zu erkennen.
  • die Schwächen und Stärken eines Angreifers zu erkennen.
  • die Kraft eines Angreifers umzuleiten, sodass sie gegen ihn selbst wirkt.
  • einen Angreifer aus seinem Gleichgewicht zu bringen.

Profitieren Sie in jedem Alter vom Training. Sie lernen gemeinsam in der Gruppe und finden Unterstützung. Trainieren Sie auf sanfte Art Ihren Körper und Geist und erhalten Sie mehr Energie und Selbstbewusstsein.

Sie benötigen keine Vorkenntnisse, nur eine Portion Neugier!

Taiji > Erlu

Laojia Erlu und Xinjia Erlu

Das sind jeweils die 2. Formen des alten und neuen Rahmens, auch bezeichnet als Kanonenfaust-Formen. Diese Formen werden sehr dynamisch gelaufen und beinhalten viele Fajin-Bewegungen (explosionsartiges Entladen der Kraft).

Alle anderen Handformen des Taijiquan werden ruhig und sanft gelaufen. Dort stehen ein gleichmäßiger Energiefluss und ein gleichmäßiges Entwickeln von Kraft im Vordergrund.

Die 2. Form wird deutlich schneller gelaufen, mit mehr äußerlich sichtbarem Krafteinsatz. Dadurch ist leicht für jeden zu erkennen, das Taijiquan von seinem Ursprung her eine Kampfkunst ist. Die Formen beinhalten viele Fauststöße, Fußtritte, Ellenbogenstöße, Fußfeger und auch Sprünge, wie sie in anderen Kampfkünsten zu sehen sind. Durch ein kontinuierliches Training dieser Formen werden zusätzlich Aspekte wie zum Beispiel Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit intensiv trainiert.

Taiji > Partnerroutine, Anwendung

Tuishou bedeutet so viel wie schiebende Hände. Im Englischen werden sie als Push Hands bezeichnet.

Oftmals wird auch der Begriff Partnerroutine verwendet. Diese werden, ähnlich wie die Seidenübungen, als Endlosschleife geübt. Es ist wichtig, viel Routine zu bekommen und die Prinzipien zu verinnerlichen. Es gibt sowohl festgelegte Übungsroutinen als auch freie Übungen.

Beim Tuishou erlernen wir die Kraft des Gegners zu spüren und aufzunehmen, sie umzuleiten, sodass sie uns nicht treffen und schaden kann. Hat der Angreifer dann seinen Angriff ausgeführt und seine Kraft ausgespielt, muss er seine Kraft neu sammeln. Diese Phase nutzen wir aus, um jetzt unsere eigene Kraft einzusetzen und das Zentrum des Gegners zu kontrollieren. Sobald wir das Zentrum kontrollieren, können wir unseren Gegner mit Leichtigkeit aus seinem Gleichgewicht bringen und eigene Schläge und Tritte anbringen.

Es gibt 5 Partnerroutinen:
  1. Schiebende Hände mit einer Hand
  2. Schiebende Hände mit beiden Händen
  3. Schiebende Hände mit Schrittfolge
  4. Das große Nachgeben
  5. Frei schiebende Hände

Die Partnerroutinen bilden eine Verbindung zwischen den Handformen des Taijiquan und der Selbstverteidigung. In den Partnerroutinen erlernen wir Prinzipien, wie sie oben beschrieben sind, intuitiv anzuwenden. Hierdurch wird es möglich, bei einem Angriff sofort eine passende Antwort zu finden.

Taiji > Waffen

Die Waffen werden im Taijiquan als Wuqi bezeichnet.

Die Waffen und das Training mit den Waffen stammen aus einer Zeit, zu der die Menschen noch aufs Schlachtfeld gezogen sind und es keine Schusswaffen gab. Bei dieser Vorstellung wird auch schnell klar, dass ein Training des Taijiquan zu bestmöglicher Gesundheit und Fitness führt.

Ein Training mit Waffen fördert u. a. Kraft und Koordination. Darüber hinaus kann man sich konditionell richtig austoben, wenn man möchte. Das Training erweitert den eigenen Bewegungsraum um die Länge der Waffe. Die Waffe soll mit unserem Körper eine Einheit bilden.

Es werden im Training Basisübungen trainiert, um den Umgang mit einer Waffe zu üben. In den Waffenformen, wie bei den Handformen, üben wir alle Techniken, die dann mit einem Partner in den Anwendungen trainiert werden können.

Wir trainieren die traditionellen chinesischen Waffen:

Säbel (Dandao) 23 Bilder
Schwert (Danjian) 50 Bilder
Stock / Speer (Lihuaqiangjiabaiyuangun) 67 Bilder
Hellebarde (Chunqiu Dadao) 30 Bilder
Doppelschwert (Shuangjian) 39 Bilder
Doppelsäbel (Shuangdao) 35 Bilder
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